Gesellschaft für Ausbildung in Psychotherapie

Gut begleitet in die Praxis

Teilnahme an einer Selbsterfahrungsgruppe

Die Selbsterfahrung umfasst 120 Stunden Reflexion des eigenen therapeutischen Handelns in einer Gruppe von ca. 8 Teilnehmern. Die TeilnehmerInnen können u.a. mögliche Inkongruenzen zwischen Handlungsmotivation und Konsequenzen ihres Handelns erkennen. Daraus resultierende Veränderungen sollten in Form eines Selbstmodifikationsprogramms durchgeführt werden. Der Leiter der Selbsterfahrung erhält von jedem/r TeilnehmerIn eine Darstellung des individuellen Selbsterfahrungsprozesses.

Theoretische Ausbildung

Die theoretische Ausbildung erstreckt sich auf 200 Stunden Grundlagen der Psychotherapie sowie auf eine vertiefte Ausbildung in Verhaltenstherapie von 400 Stunden.

Die Ausbildungsinhalte sind im Curriculum aufgeführt. Das Curriculum wird in Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsausschuss und den Dozenten dem neuesten Stand der Forschung angepasst und dem internationalen Wissenschaftlichen Beirat des Instituts zur Begutachtung vorgelegt.

Die TeilnehmerInnen erhalten für jedes Ausbildungsjahr ein Veranstaltungsprogramm, in dem Seminarinhalte und Termine mitgeteilt werden.

Die Vermittlung der Theorie bildet die Grundlage für das Erlernen anwendbarer Fertigkeiten. Praktische Übungen in Kleingruppen ermöglichen zum Einen die Anwendung von Interventionstechniken in Rollenspielen und zum Anderen das Einbringen eigener Fälle zu den Seminarinhalten.

Curriculum für die theoretische Ausbildung

1.         Einführung in die Psychotherapie

  • Einführung in die Ausbildung
  • Überblick über Störungsverständnis und differentielle Indikationsstellung
    der wissenschaftlich anerkannten Verfahren
  • Lerntheoretische und sozialpsychologische Grundlagen der Verhaltenstherapie –
    Historische Entwicklung
  • Medizinische und psychopharmakologische Grundkenntnisse
  • Neuropsychologische Grundlagen
  • Psychoanalytische Behandlungsverfahren:
    Historische Entwicklung und spezielle Verfahren
  • Zielorientierte Gesprächspsychotherapie:
    Historische Entwicklung und Methoden
  • Methoden und Erkenntnisse der Psychotherapie-Forschung
  • Entwicklungs-, sozial- und persönlichkeitspsychologische Grundlagen der Psychotherapie

2.         Diagnostik

  • Differentialdiagnostik und Indikationsstellung
  • Methoden der Selbst- und Fremdbeobachtung
  • Diagnostische Interviewmethoden und Testverfahren
  • Erhebung eines psychopathologischen Befundes

3.         Gesprächsführung

  • Erstgespräch und Anamneseerhebung
  • Motivationsstrategien
  • Standardsituationen der Gesprächsführung
  • Krisenintervention

4.         Der Therapieprozess

  • Fallkonzeptualisierung
  • Phasenmodell der Therapie
  • Horizontale- und vertikale Verhaltensanalyse
  • Zielanalyse
  • Therapieplanung für Kurz- und Langzeittherapie

5.         Behandlungstechniken

  • Stimuluskontrolle
  • Aktivitätenaufbau
  • Verhaltensaufbauendes Rollenspiel
  • Exposition
  • Entspannungstechniken und Bio-Feedback
  • Imaginative Verfahren
  • Gedankenstopp und Selbstinstruktionstraining
  • Grundlagen der Rational-Emotiven-Therapie
  • Ausgewählte kognitive Interventionsstrategien
  • Metakognitive Interventionen
  • Emotionsfokussiertes Vorgehen
  • Operante Verfahren und Selbstkontrolltechniken
  • Soziales Kompetenztraining
  • Genusstraining
  • Achtsamkeitsbasierte Interventionen
  • Akzeptanzbasierte Interventionen

6.         Behandlungskonzepte

  • DBT – Dialektisch Behaviorale Therapie
  • CBASP – Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy
  • Schematherapie
  • Prävention
  • Rehabilitation

7.         Indikationsbereiche

  • Depressive Störungen
  • Angststörungen
  • Zwangsstörungen
  • Abhängigkeitserkrankungen
  • Psychosomatische Störungsbilder
    Somatoforme Störungen
  • Schizophrenie und affektive Psychosen
  • Essstörungen
  • Sexuelle Funktionsstörungen
  • Neuropsychologische Störungsbilder
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Suizidalität
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Spezielle Störungen im Kindes- und Jugendalter
  • Fakultative Indikationsbereiche:
    -     Bewältigung chronischer Krankheiten
    -     Schlafstörungen
    -     Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen
    -     Nicht stoffgebundene Süchte
    -     Impulskontrollstörungen
    -     Gerontopsychiatrische Störungsbilder

8.         Spezielle Therapiesettings

  • Einführung in die Behandlungsverfahren bei Kindern und Jugendlichen
  • Paartherapie
  • Gruppentherapie
    -     Interaktionelle Gruppentherapie
    -     Psychoedukative Gruppentherapie
  • Familientherapie

9.         Therapeuten-Patienten-Beziehung

  • Interaktionsanalyse
  • Motivationsanalyse
  • Analyse der Entscheidungsprozesse des Therapeuten

10.       Dokumentation und Evaluation von psychotherapeutischen Behandlungen

  • Methoden zur Qualitätssicherung, Messung der Prozess- und Ergebnisqualität
  • Falldokumentation

11.       Rahmenbedingungen der psychotherapeutischen Tätigkeit

  • Berufsethik und Berufsrecht
  • Antragsverfahren
  • Medizinische und psychosoziale Versorgungssysteme, Kooperation mit Ärzten
    und anderen Berufsgruppen

Gesamt 600 Stunden

 

 

 

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